
Modernity has transformed our relationship to the Earth by turning Nature into a resource to dominate and exploit. In doing so, human beings have taken it for granted, reshaping it according to their will, abusing its resources to the point of exhaustion, and simplifying it in order to better subjugate it. Yet moderns have forgotten that the conditions of life (atmosphere, climate, water, soil, etc.) are not merely a framework for humans, but a construction of all living beings — and that our environment is what connects and constitutes humans as multiple expressions of a whole that exceeds them.
Saskia Edens’ practice is devoted to reweaving our bonds with the living by revisiting the cosmogony of Mother Earth. She thus seeks to transform our relationship with Nature by establishing a diplomacy of care, which echoes the perspective of Baptiste Morizot, for whom ‚to heal a non-human power that escapes us requires adopting the point of view of another non-human power that also escapes us.‘ For caring entails attentiveness to all lives and all beings that populate the world.
For WHAT’S COOKING?, I am interested in exploring nettle — its culinary and medicinal properties, as well as its potential as a textile fiber.
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Die Moderne hat unser Verhältnis zur Erde transformiert, indem sie die Natur in eine Ressource verwandelte, die es zu beherrschen und auszubeuten gilt. Dabei haben die Menschen sie als selbstverständlich betrachtet, sie nach ihrem Willen verändert, ihre Ressourcen bis zur Erschöpfung missbraucht und sie vereinfacht, um sie besser unterwerfen zu können. Doch die Modernen haben vergessen, dass die Bedingungen des Lebens (Atmosphäre, Klima, Wasser, Boden usw.) nicht nur einen Rahmen für den Menschen darstellen, sondern ein Geflecht sind, das von allen Lebewesen geschaffen wurde – und dass unsere Umwelt dasjenige ist, was die Menschen verbindet und konstituiert, als vielfältige Ausdrucksformen eines Ganzen, das sie übersteigt.
Die Praxis von Saskia Edens widmet sich dem Wiederanknüpfen unserer Verbindungen zum Lebendigen, indem sie die Kosmogonie der Mutter Erde neu befragt. Sie versucht somit, unser Verhältnis zur Natur zu verändern, indem sie eine Diplomatie der Fürsorge etabliert, die mit dem Standpunkt von Baptiste Morizot übereinstimmt, für den «die Heilung einer nicht-menschlichen Kraft, die sich unserem Zugriff entzieht, erfordert, die Perspektive einer anderen nicht-menschlichen Kraft einzunehmen, die sich unserem Zugriff ebenso entzieht». Denn Fürsorge bedeutet, allen Leben und allen Wesen, die die Welt bevölkern, Aufmerksamkeit zu schenken.
Für WHAT’S COOKING? möchte ich die Brennnessel erkunden – ihre kulinarischen und medizinischen Eigenschaften sowie ihr Potenzial als Textilfaser.
www.saskiaedens.com
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